Gespenster in Kobbeln unterwegs zu Halloween am 31.10.2024

Gespenster in Kobbeln, wo gibt es sowas? Man soll es kaum glauben, in Kobbeln gabt es Ende Oktober Gespenster, die durch die Straßen und Gassen zogen.

Es dämmerte bereits, als sich junge und ältere Gespenster als auch verkleidete Eltern auf den Weg machten. Sie zogen von Haustür zu Haustür. Wenn sich die Türen öffneten wurde ein Spruch von den jungen Gespenstern aufgesagt und dann gab es reichlich Süßes. In die mitgebrachten Tüten wanderten so mancher Lolli, Schokolade oder die begehrten kleinen bunten Gummibärchen. Ein Novum waren die junggebliebenen verkleideten Eltern-Gespenster. Auch sie wurden freundlich mit einem kleinen erwärmenden Schnaps oder Likör aus eigener Herstellung empfangen.

Etwas ganz Besonderes hatte Familie Simon vom Springberg vorbereitet – blutriefende Finger-Kekse. Die sahen so echt aus, dass die kleinen Gespenster sich selbst anfangs ekelten und sie verschmähten. Ätsch, reingelegt. Doch nach einem aufklärenden Zureden, wurden die Leckerbissen aufgefuttert.

Zu Halloween ist es auch seit Jahren in Kobbeln Tradition, Kürbisse zu schnitzen. Romina und Ronja riefen alle Kinder in Kobbeln auf, sich in Vorbereitung von Halloween an einem Kürbis-Schnitz-Wettbewerb zu beteiligen. Der schönste Kürbis sollte prämiert werden. Die Beteiligung war großartig. Viele Mütter und Väter sowie Oma und Opas unterstützten die kleinen Künstler. Wenn es dunkel wurde in Kobbeln, leuchteten gruslige und lustige Gesichter den Betrachter an. Alle Teilnehmer am tollen Wettbewerb erhielten eine Teilnehmerurkunde.

Halloween geht auf alte keltische und christliche Bräuche zurück. Am 31. Oktober wurde das keltische Fest „Samhan“ begangen. Unsere Vorfahren glaubten, dass an diesem Tag Dämonen und Geister in die Welt der Lebenden treten können. Um sich vor diesen zu schützen, wurden Masken angelegt und Feuer angezündet. In der christlichen Tradition gedenkt man am Vortag „All Hallows‘ Eve“ (31.Oktober) den Heiligen und Verstorbenen zu Allerheiligen am 1. November. Von den USA aus wurde das Kürbisschnitzen und Verkleiden in viele Länder weitergetragen.

Mögen junge und junggeblieben Gespenster auch im nächsten Jahr die Dämonen und Geister zu Halloween in Kobbeln vertreiben. Vielleicht mit folgendem Spruch:

„Wilde Geister gehen heute um, hier und da und rundherum.
Und sie geben keinen Frieden, bis sie etwas Süßes kriegen.
Wollt ihr Euch davor hüten, steckt was Süßes in unsre Tüten.“