Osterwanderung mit unverhoffter Wissensbereicherung

Der Karfreitag war ein sonniger und schon recht warmer Tag in diesem Jahr. Also ein vortrefflicher Tag etwas für die Gesundheit zu tun. Ich rüstete mich zu einem Gang in die Kobbelke. Doch zuvor schaute ich noch nach dem Rechten auf dem Friedhof. Nun, nach dem alles erledigt war, konnte mein kleiner Ausflug beginnen. Doch es kam anders als ursprünglich geplant.

Auf dem Weg auf dem Rundweg zur Leeske in Richtung Möbiskruge traf ich Wanderfreunde aus Kobbeln. Familien Lehmann, Müller, Dammasche, Leuschner, Hollatz sowie Hendrik Lentz und Daniela Schumann waren mit Manfred Holzhey gemeinsam auf einer kleinen Osterwanderung unterwegs. Ich gesellte mich dazu. Die kleine Gruppe zählte nun 20 Wanderfreunde. An der alten Ulme machten wir Halt. Ich erkundigte mich nach den aktuellen Neuigkeiten und dem Genesungszustand von Andreas Lentz. Ronja und Ludwig zeigten mir ihre Ausbeute an gefundenen Schokoladeneiern, Osterhasen und Gummibärchen. Was man so alles am Wegesrand findet? Die Kleinen waren sichtlich stolz auf ihre Osterschätze. Wir Erwachsenen gönnten uns derweil ein kleines Osterwässerchen.

Nach kurzer Rast ging es dann, den Rundweg in Richtung Hörnchenwiesen folgend, gemütlich weiter. Manfred hatte sich wieder etwas Besonderes für diese keine Tour durch unsere heimische Landschaft einfallen lassen. Keine Wanderung mit Manfred, ohne den eigenen Wissenshorizont zu erweitern – eine gute Tradition unseres Vereinsvorsitzenden.

Bald erreichten wir einen Stein mit dem Hinweis „alter Brunnen 250 m“. Dort bogen wir in den Wald ab. Jetzt wussten wir, welches Ziel wir heute anvisieren. Den Stein kannte ich bereits von den vielen früheren Spaziergängen. Doch den alten Brunnen mit seiner Quelle hatte ich bisher noch nicht entdecken können. Aus diesem Grund war ich nun gespannt, wie der alte Brunnen aussehen wird und ob er noch Wasser führt.

Wir folgten Manfred in die hüglige bewaldete Landschaft. Unterquerten die Überlandleitung. Es ging zügig voran, denn Tage zuvor hatte Manfred für uns den Weg markiert. Der Brunnen wäre ansonsten schwierig zu finden gewesen.

Versteckt hinter einer umgefallenen Kiefer, geschützt durch ein Maschendrahtgeflecht und abgedeckt mit etwas Moos und Laub war der alte, gemauerte Brunnen zu erkennen. Ein Graben führte vom Brunnen weg in den ihn umgebenden Wald. Leider führte der Brunnen kein Wasser. Die letzten sehr trockenen Jahre hatten den Grundwasserspiegel fallen lassen und dadurch den alten Brunnen zum Versiegen gebracht. Schade eigentlich.

Nach einigen erläuternden Worten durch Manfred zum alten Brunnen und der eingelegten kurzen Rast brach unsere Wandergruppe in Richtung Hörnchenwiesen wieder auf.

Ich verabschiedete mich und setzte meinen ursprünglich geplanten Osterspaziergang fort. Wieder etwas schlauer geworden, sagte ich mir. Der Rückweg durch unsere Wälder war kurzweilig. Noch rechtzeitig traf ich zum Kaffeetrinken bei meinen Gästen zu Hause ein.

Frohe Ostern!