Es gibt sie noch, die Kobbelner Pferde!

Bei einer meiner Wanderungen im Januar 2025, querte ich die L43 am ehemaligen Sportplatz und folgte dem Weg über die Kuhweide zum Gemeindehaus. Etwas erstaunt, bemerkte ich drei drollige Ponys auf der Weide grasen. Sie näherten sich neugierig.

Wem gehören die Drei? Ich hörte mich um und fand Kathrin Mosig. Sie ist die Besitzerin der drei Ponys. Die drei Vierbeiner heißen – Heidi, Alfred und Hans. Hans ist der Graue im Hintergrund. Heidi ist die Mutter von Alfred.
Befragt nach dem Haltungszweck nannte mir Kathrin schlicht drei Worte – Liebe zu Pferden. Seit dem 6. Lebensjahr interessiert sie sich für Pferde. Das kann ich nachvollziehen. Wenn man bedenkt, dass einst viele Pferde in Kobbeln als Zug- und Reittier ihren hilfreichen und schweren Dienst bei den ansässigen Bauern taten, haben es die Ponys von Kathrin recht gut getroffen.

Der Ortsname „Kobbeln“ lässt sich aus dem niederdeutschen „Kobbelke“ ableiten, was „Pferd“ oder „Stute“ bedeutet. Der Name steht auch für „flink“, „ungestüm“ oder „lebhaft“. Das passt zu Kathrins drei Vierbeinern.
Noch bis Ende der 2010er Jahre beobachtete ich Pferde auf der Koppel im Kieselwitzer Weg. Sie gehörten zu Hans-Dieter Grottke. Heute bewirtschaftet Rainer Lieberam dort das Grün mit einer kleinen Schafherde. Gleich nebenan, auf der „Kobbelner Alm“, können ebenfalls die genügsamen „vierbeinigen Rasenmäher“ von Familie Thomas Berendt betrachtet werden.

Das ist doch mal ein Grund, in den nächsten Wochen zu einem kleinen Erkundungsspaziergang rund um Kobbeln aufzubrechen und sich ein eigenes Bild von den Tieren zu machen.

Für die etwas Neugierigen empfehle ich auch einen Abstecher zu den ehemaligen „Weinberg Stücke“, vermutlich ein altes Weinanbaugebiet im 17./18. Jahrhundert. Bei einem meiner Spaziergänge in diesem hügligen Gelände nordöstlich von Kobbeln, entdeckte interessante Baumformationen. Die bizarren Gewächse, vom letzten Sturm geprägt, standen auf einem der bewaldeten Hügel. Mein Ziel war eigentlich, den Standort des alten Pumphauses der Kobbelner Wasserwirtschaft aus dem Jahr 1925 für die Kobbelner Chronik zu bestimmen. 1997 gab es noch das Pumpenhaus. Ich nannte es damals das „Hexenhäuschen“, weil mir der Ursprung und die Nutzung des kleinen Gebäudes nicht bekannt waren. Man lernt eben ständig hinzu. Übrigens, ich fand den ehemaligen Standort nach langem Suchen.

Probieren Sie es mal aus und folgen Sie den Wanderwegen in die Kobbelke bei Kobbeln. Ein schöner Flecken unserer märkischen Heimat.