Es ist wieder soweit. Die Jecken aus Kobbeln vertreiben mit viel Lärm und fantastischen Kostümen den Winter und böse Geister. Bei herrlichem sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen um 18 Grad trafen sich über 70 Kobbelner und Gäste aus Treppen, Wellmitz und Deutschland zum berühmten Zampern in Kobbeln. In diesem Jahr spielten die Schlaubetaler Musikanten zünftig auf und heizten die Stimmung so richtig an. Pünktlich um 09:30 Uhr versammelte sich das närrische Faschingsvolk samt Kapelle im kleinen Schankraum in Krügers Gaststätte und eröffneten dort traditionell das Zampern.
Nach dem Gruppenfoto vor der Gasstätte gab es kein Halten mehr. Der Zug der fröhlichen Faschingsnarren zog nun von Hof zu Hof. Zunächst war das untere Dorf das Ziel der Jecken. Danach waren der Kieselwitzer Weg und der Springberg das Ziel. Bei Hollatz endete der Rundgang. Feiern macht bekanntlich durstig und hungrig. Liebevoll boten die Gastgeber auf ihren Grundstücken kleine Buffets mit Snacks, Selbstgebackenem und Getränken an. Da griff man gern zu. Unsere Jugendlichen aus Kobbeln und Treppeln machten mächtig Stimmung. Die ganz kleinen Jecken freute es besonders, denn der Weihnachtsmann war anwesend und verteilte kleine Geschenke. Nur …, wie ging nochmal das Weihnachtsgedicht???
Ein kleines Tänzchen wurde zu den stimmungsvollen Klängen der Schlaubetaler Musikanten mit dem Gastgeber und der Gastgeberin absolviert. Es gab traditionell Eier, Speck, Schnaps und eine kleine Spende für das Faschingsvolk. Die Gaben werden dann 14 Tage nach dem Zampern traditionell bei Krügers im Gasthaus zum Kreschke gemeinsam verspeist.
Aus dem bunten Programm kann man keinen Gastgeber besonders hervorheben. Die Stimmung war immer prächtig. Es wurde viel gelacht, getanzt und so mancher Witz gerissen. Die Faschingsgesellschaft kam voll auf ihre Kosten. Die heißen Rhythmen der Kapelle luden zum Tanz, Gesang, Polonäse und Schunkeln ein. So manches Talent wurde beim Kobbelner Zampern neu entdeckt, sei es Claudi als Trompeterin oder Dennis als „AZUBI“ an der großen Trommel. Angebadet wurde auch, wie es ein Video dokumentiert haben soll.
„Bei Euch ist richtig gute Stimmung und was los. Das macht richtig Spaß. Da merkt man keinen Stress.“, sagte einer der Schlaubetaler Musikanten zu mir, als ich ihn nach den anstrengenden Wochenenden in der Faschingszeit befragte.
Auch wenn Kobbeln ein kleines Dorf ist. Abends hat man müde Beine. Doch es gab nach dem Dorfrundgang mit einer tollen Spendenausbeute noch den traditionellen Tanz im Gasthaus Krüger. Kurz noch einmal die Akkus auftanken. Um 19.00 Uhr begann der abendliche Tanzhöhepunkt im Gasthaus Krüger. Bis in die frühen Morgenstunden wurde bei Krügers das Tanzbein geschwungen. Und wer noch wollte, traf sich bei Lehmanns zum „Nachglühen“.
Alle Kobbelner und Gäste, die wir befragten, freuen sich schon auf das nächste Zampern in Kobbeln. Hoffentlich können wir im nächsten Jahr auch wieder bei sonnigem Wetter feiern.