Was war da los am 22.04.2025 zu nächtlicher Stunde in Kobbeln?

Diese Frage wird sich so mancher Kobbelner gestellt haben, als gegen 21:00 Uhr in Kobbeln die Sirenen heulten. Was war passiert? Eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr konnte eher ausgeschlossen werden. War es eventuell ein Unfall oder eine Panne auf der belebten L43? Nein, es war ein realer Einsatz der Feuerwehren aus Kobbeln und der angrenzenden Ortschaften.

Gegen 21:10 Uhr rückten 7 Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht in Kobbeln an. Sie fuhren zum Springberg. Die Feuerwehr aus Treppeln wurde zuerst alarmiert. Unsere Kobbelner Feuerwehr traf als zweite Feuerwehr nach der Alarmierung vor Ort am Springberg ein. Es war der erste reale Einsatz unserer 18-jährigen Feuerwehrfrau Leonie Lehmann, und dann ausgerechnet in ihrem Heimatort Kobbeln.

Nur durch das aufmerksame Beobachten und schnelle richtige Handeln zweier Mitglieder unserer Kinderfeuerwehr konnte frühzeitig ein entstehender Brand entdeckt und Schlimmeres verhindert werden. Sie benachrichtigten unverzüglich ihre Eltern. Diese alarmierten auf Grund der erkannten Gefahrenlage die hiesige Feuerwehr über den Notruf 112. Leonie Lehmann war es auch, die sich nach der Sichtung der anwesenden Kinder durch die eintreffenden Rettungskräfte, sofort liebevoll und umsichtig um die Kleinen kümmerte.

Insgesamt waren Feuerwehren aus Treppeln, Möbiskruge, Neuzelle und eben Kobbeln vor Ort. Natürlich lockte das ungewöhnliche nächtliche Ereignis einige Einwohner des Dorfes an. Die Rundumleuchten der Feuerwehren tauchten den Springberg in ein surreales blaues Licht.

Gleich nach dem Eintreffen sondierten die Kameraden der Treppelner Feuerwehr den benannten Brandort. Qualm erschwerte die Verortung der möglichen Brandstelle. Mit einer Wärmebildkamera konnte die Lage schnell aufgeklärt werden. Es gab Entwarnung hinsichtlich der Ausbreitung von Flammen. Die neue Lage wurde der Zentrale gemeldet. Mit schwerem Atemschutzgerät wurde durch Maik Lehmann die Feuerstelle von brennbaren Materialien bereinigt. Das geborgene Gut wurde in einer feuerfesten Kiste aus dem Haus getragen und abgelöscht. Das Haus musste nun gelüftet und notwendige Nacharbeiten durch die Kameraden der Feuerwehr ausgeführt werden.

Die aufmerksamen Kinder und Angehörige kamen für die Nacht bei Familie Bahro unter. Eine schöne Geste der gegenseitigen Unterstützung und Hilfe im Dorf. Es gab noch viel zu erzählen, um das Erlebte mit den Kleinen aufzuarbeiten. Andre Bahro erzählte mir, dass er geduldig die vielen Fragen der Kinder bis spät in die Nacht beantwortete. Damit half er, die Ereignisse gemeinsam mit den Kindern zu verarbeiten, denn der Schreck saß immer noch tief.

Gegen 23:00 Uhr war auch der Einsatz der Feuerwehren in Kobbeln beendet. Die Ausrüstung wurde zurückgebaut. Nach und nach verließen die Fahrzeuge den Springberg. Erst spät in der Nacht kamen die Feuerwehrleute nach Hause. Denn nach dem Einsatz, ist vor dem Einsatz, lautet ein bekanntes Sprichwort in abgewandelter Form. Die Ausrüstung musste ja wieder für einen eventuellen neuen Einsatz der Feuerwehr hergerichtet werden.

Gut, dass die umliegenden Dörfer und Kobbeln exzellent ausgebildete und engagierte Feuerleute haben. An dieser Stelle ein Dank an alle Kameradinnen und Kameraden, die am Einsatz aktiv teilnahmen. Zu nennen sind aus Kobbeln die Feuerwehrleute Leonie Lehmann, Maik Lehmann, Christian Schütze, Olaf Hollatz, Peter Richter, Robert Simon und Gerald Lehmann. Ein starkes und tolles Team.