Die Weihnachtszeit ist in Kobbeln eingezogen

Der bekannte Komiker und Entertainer Heinz Erhardt schrieb einmal in herbstlichen Stunden folgendes, vom Autor leicht abgewandeltes, Gedicht:

„Wenn die Blätter von den Bäumen stürzen, die Tage sich verkürzen, wenn Amsel, Drossel, Fink und Meisen, die Koffer packen und verreisen, wenn all die Maden, Motten, Mücken, die wir versäumten zu zerdrücken, …, so glaubt es mir, … die Winterweihnacht steht vor der Tür.“

Traditionell in der letzten Woche vor dem 1. Advent stellen die Kobbelner ihren Weihnachtsbaum am Dorfplatz auf. Ein schöner Anlass, sich bei Kaffee und Kuchen, Bier, Glühwein und natürlich einer leckeren Bratwurst zu treffen.
Wie jedes Jahr wird im Vorfeld nach einem geeigneten Tannenbaum gesucht, der unser Dorf nach außen hin ansprechend repräsentiert – quasi als Botschafter der Kobbelner Weihnachtszeit. In diesem Jahr spendete Familie Behrendt das prachtvolle Exemplar. Unsere Tanne stand 19 Jahre an der Kreuzung zum Springberg, wie es die Jahresringe verrieten.

Alexander Wittgen und seine robuste Technik – einem „weihnachtsroten“ Traktor, Aufleger mit Kran – sowie unsere Kameraden der Kobbelner Freiwillige Feuerwehr kamen zum Einsatz. Professionell saß der Schnitt und die mächtige Tanne fiel in die richtige Position zum Abtransport, ohne Schaden zu verursachen.

Abgesichert durch Kegel und das Kobbelner Feuerwehrfahrzeug wurde die Tanne aufgeladen. Ein Balanceakt, wie sich herausstellte. Aber Profis schaffen das. Die schwere Last wurde von Alexander Wittgen sicher zum Dorfplatz transportiert und dort genau in Position gebracht.

Vor dem Aufstellen mussten zunächst von den Feuerwehrkameraden der weiße Stern an der Spitze der Tanne befestigt, Lichterketten vormontiert und erste Weihnachtskugeln an den oberen Ästen angebracht werden. Dann hob unser Held des Tages, Alexander Wittgen, behutsam die Weihnachtstanne mit seinem Auslegerkran hoch und brachte sie zielgenau in die im Boden befindliche Halterung für den Baumstamm. Letzte Justagen und Sicherungsmaßnahmen wurden von den Kameraden vorgenommen und die Lichterkette final angebracht. Da steht das prachtvolle Bäumchen mit einer Länge von etwa 7 m, erstrahlt von vielen LED-Lampen in der einbrechenden Dämmerung. Ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt.

Unsere kleinen Kobbelner schmückten noch den Baum im unteren Bereich mit roten Schleifen sowie vielen roten und gelben Weihnachtskugeln. Dabei kann es auch schon einmal vorkommen, dass eine Kugel zu Bruch geht.

Nach der vollbrachten Gemeinschaftsaktion gab es den bereits erwähnen Kuchen unserer fleißigen Kobbelner Kuchenbäckerinnen Heidi, Kerstin und Doreen.

Bei weihnachtlicher Musik, kalten wie heißen Getränken fanden sich am wärmenden Lagerfeuer und dem weithin leuchtenden Weihnachtsbaum etwa 40 Kobbelner Einwohner zum abendlichen Weihnachtsbaumglühen am Dorfplatz ein. Nun kann die Adventszeit kommen.

Unsere Ortsvorsteherin, Ivonne Müllen, bedankte sich bei allen fleißigen Helfern. Beim wärmenden Feuer standen die anwesenden Kobbelner Einwohner noch lange beisammen und unterhielten sich angeregt über alte Zeiten, Dorfthemen und so allerlei. Sollte das Wetter am 24. Dezember günstig sein, versprach Manfred Holzhey wieder ein Weihnachtssingen bei Glühwein und Punsch ab gegen 14:00 Uhr am Dorfplatz zu organisieren. Eine schöne Idee.

Der Autor wünscht allen Kobbelnern eine friedliche und beschauliche Adventszeit.