Fleißige Feuerwehrleute abends in der Kobbelner Feuerwehrwerkstatt

Das neue Feuerwehrfahrzeug fiel mir neulich beim Aufstellen des Weihnachtsbaumes in Kobbeln auf. Ich fragte mich, habe ich etwas für den Ort so Wesentliches verpasst? Also fragte ich am vergangenen Samstag einfach bei Gerald Lehmann mal nach. Und wirklich, Kobbeln hat seit etwa 4 Wochen einen neuen Gerätetransporter auf Basis eines Fiat Ducato. Da ich neugierig geworden bin, verabredete ich mich für den 02.12.2025 zu um 16:00 Uhr bei Gerald in seiner Werkstatt. Er und Olaf wollten im Fahrzeug noch die notwendigen kleinen Dinge anbringen bzw. umbauen. Diese sind beim Einsatz unserer Kameraden sehr wichtig und müssen schnell griffbereit an ihrem zugewiesenen Platz zur Verfügung stehen.

Als ich am Dienstag pünktlich bei Lehmann´s eintraf, wartete bereits Gerald auf mich und begleitete mich in seine Werkstatt. Olaf war bereits da und bereitete erste Arbeiten vor. Beide hatten einen Plan, den es abzuarbeiten galt. Da stand nun das gute Stück. Die Motorhaube sowie die Schiebetüren waren weit geöffnet. Man konnte die installierte Feuerwehr-Ausrüstung gut erkennen. Platzsparend war das Fahrzeug mit der notwendigen technischen Ausrüstung bestückt. Die Schienen des Geräteschlittens waren für die neue Tragkraftspritze (TS) FOX 4 Sport von Rosenbauer bereits eingebaut.

Übrigens, der gut erhaltene Ducato stammt aus den 1980er Jahren. Das Fahrzeug besitzt noch eine Handschaltung, erläuterte mir Olaf bei der Besichtigung des Transporters. Selbst das Ersatzrad findet noch Platz im betagten Motorraum. Das gute Stück ist eben etwas für Kfz-Liebhaber und Kenner der Materie. „Nur der etwas beschädigte Fahrersitz muss noch in den nächsten Wochen erneuert werden“, gestand Gerald. Ansonsten ist gerätetechnisch alles an Bord und auf dem aktuellen Stand der Feuerwehrtechnik inkl. Funkausstattung. Die Tragkraftspritze FOX 4 Sport von Rosenbauer ist ein wahres Kraftpaket. Sie kann über mehrere Kilometer ausreichend Löschwasser mit hohem Druck fördern, erläuterte Olaf in unserem Gespräch.

Das Fahrzeug wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Bomsdorf übernommen. Die dortige Feuerwehr erhielt ein neues größeres Einsatzfahrzeug. Das Kobbeln nur ein kleines Feuerwehrhaus besitzt, war das zweite Fahrzeug ein guter Griff. Es passte perfekt in das kleine Kobbelner Gerätehaus hinein. Der Mercedes Vito und der FIAT-Transporter als Geräteträger sind ein Zugewinn für die Freiwillige Feuerwehr in Kobbeln bestätigten Olaf und Gerald im Gespräch. Nun können die Kameraden mit zwei Fahrzeugen getrennt und damit flexibel zum Einsatz vor Ort fahren. Ein Ankoppeln des TSA entfällt. Alles geht schneller und auch müheloser.

Gerald suchte nach dem passenden Werkzeug für die nächsten Arbeitsschritte. An den Wänden hing übersichtlich geordnet das schon viele Jahre in Gebrauch befindliche Werkzeug. Es tut noch gute Dienste, warum wegwerfen, gab er mir zu verstehen.

„Heute werden Halterungen für Regale und Schubkästen angepasst, Arretierungsriegel für die neue Tragkraftspritze und eine Ölauffangwanne neu angebaut“, erklärte mir Gerald. Olaf fügte noch hinzu, „… alles muss passen. Der Stauraum im Fahrzeug sollte optimal ausgenutzt werden. Die Sicherheit ist dabei sehr wichtig.“ Recht hat er.

Ich schaute interessiert zu und unterstützte in kleinen Dingen. Als Anerkennung für die abendliche Gemeinschaftsarbeit gab es für alle noch ein Bier.

Nach etwas mehr als einer Stunde verabschiedete ich mich von den beiden Kameraden der Kobbelner Freiwilligen Feuerwehr. Es war für mich ein interessanter Einblick in die Arbeit der Kameraden und die gratis erhaltene Fahrzeugkunde.