Winterwanderung zum Kobbelke Moor

Beim trüben und kalten Wetter möchte man an einem Sonntag eher zu Hause bleiben und gemütlich einen heißen Kaffee oder Tee trinken. Doch es gibt auch wanderbegeisterte Kobbelner, welche sich, den eisigen Temperaturen zum Trotz, am 25.01.2026 zu einer Wanderung am Schönen Blick um 14.30 Uhr trafen. Manfred Holzhey lud zu dieser spannenden Winterwanderung ein.

Ausgerüstet mit wärmenden Getränken, Wanderstöcken und guter Laune trafen sich 17 Kobbelner zu diesem Event. Manfred erläuterte zu Beginn des Ausflugs die Entstehungsgeschichte des Kobbelke Moors mit seinem kleinen See.

Der See und das ihn umgebende Moor sind Folgeerscheinungen der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren. Große Eisblöcke wurden vom Geschiebe des schmelzenden Eises zugedeckt. Diese schmolzen in der nachfolgenden Warmzeit langsam ab und bildeten Hohlräume. Beim späteren Einsturz der Deckschichten bildeten sich in den Senken kleine Moore mit Kieferbewuchs und Seen. Auch unser Kobbelke Moor ist so entstanden.

Nach der kurzen „Geologiestunde“ ging es über die Wiesen am Springberg zum Moor. Die langanhaltende Frostperiode hatte die sonst nicht zugänglichen feuchten sumpfigen Bereiche um das Moor zu Eis erstarren lassen. Somit war ein sicherer Zugang durch das mit kleinen Kiefern und Grassoden bewachsene Terrain möglich. In Schlängellinie ging es über einen kleinen Hang hinab zum Moor. Über eine Halbinsel erreichte die Wandergruppe den Kobbelke See. Eine dicke glatte Eisschicht hatte sich gebildet. Einige Tage zuvor hatte Manfred diesen Weg erkundet. Um sicher zu gehen, nahm er eine Sicherungsleine mit. Diese führte er später fachgerecht vor.

Die Wanderung bot vielfältigen Gesprächsstoff. Einige Kobbelner hatten sich u.a. seit Silvester noch nicht wieder gesehen. Wolfgang Fleischer berichtet z.B. aus vergangenen Tagen. „Ich kann mich nicht erinnern, dass es so ein winterliches Ereignis, wie in diesem Jahr, gab. Ein sehr seltenes Ereignis. Ich stand noch nie auf dem See in der Kobbelke, das mit einer so dicken Eisschicht bedeckt war.“

Es wurde nun Zeit, die wärmenden Getränke herauszuholen. Man genoss die bizarre Schönheit der Kieferkuscheln sowie die stille Umgebung des Sees. Manfred führte sein Sicherheitsequipment vor. Fotos vom zugefrorenen See und der winterlichen Moorlandschaft wurden gemacht und ein Gruppenfoto der Kobbelner Wandergruppe abschließend geschossen.

Ja, diese Wanderung war was Besonderes. Wann kann man so eindrucksvolle seltene Motive im Winter vom Kobbelke Moor aufnehmen.

Nach geschätzt einer halben Stunde machte sich die Kälte langsam bemerkbar, so dass sich unsere Wandergruppe wieder auf den Rückweg nach Kobbeln aufmachte. Der Verein hatte eine interessante und einzigartige Wanderung organisiert. Danke Manfred und all den „mutigen“ Teilnehmern, die der Einladung zum Kobbelke Moor folgten.